15-18.09.2011
Verzascatal auf alten Pfaden
Eine reine Frauengruppe erwartete mich in Tenero. Lächeln, ein bekanntes Gesicht, und schon waren wir auf dem Kleinbus nach Mergoscia. Dort hat unsere Wanderung auf alten Pfaden und historischen Wegen, hinein ins Verzascatal begonnen. Deutliche Grenzsteine haben wir angetroffen, über Jus Plantandi haben wir gesprochen und in kürze, waren wir schon in Corippo. Dann ging es am Talboden dem Fluss entlang, dieses magische, türkisfarbige Wasser, so anlockend, dass wir die "Badenixen" unserer Gruppe bereits enthüllen konnten, denn als wir in Lavertezzo ankamen, gingen sofort Einige baden, wärend die Anderen ein Bier genossen.

 

In Gerra war unsere Unterkunft für die ersten Abende und Nächte, dort hat uns ein festlich geschmückter Tisch erwartet mit einem unglaublich gutem Ossobuco mit Risotto und einem feinen Wein aus der Cantina Matasci.

Ja, ja, es hat sich heraus gefuden dass, nicht nur auf alten pfaden Laufen, unser Ziel war, sondern auch genussvoll schlemmern…

 

Am nächsten Tag, immer noch blauer Himmel, warm und feucht, ging es dann ins Valle Osura, und dann steil hinauf von Maiensässe zu Maiensässe. Mein Gott, haben wir geschwitzt… Unglaublich wie die Leute früher, auf diesen schmalen steilen Wegen, Ziegen und Kühe hinauf bringten um Milchprodukte zu erzeugen. Unglaublich auch die Ausssicht von dort oben. Wir wussten noch nicht ob wir es geschafft hätten unser Rundgang zu vollenden, denn im Spätfrühling kam eine Lavine auf dem Pfad hinunter und bringte mit sich viel Material. Doch dank einem besitzer der Ställe der ersten Alm, den wir antrafen, ein einheimischer Kenner der Gegend, bekam ich den Tipp wie wir den Tal durchqueren konnten.

 

Froh, weiter laufen zu können, wurden wir aber bald von einer Ziegenherde ohne Aufsicht, geplagt. Denn, diese unglaublich neugierige Tiere, haben sich entschlossen uns zu folgen.

Eine wahre Plage wenn der Weg schmal und an einem steilen Hang liegt…

Nichts hat geholfen sie wegzujagen, auch das unglaubliche Geschrei von sieben Frauen nicht! Aber endlich in Tenc da fora, sind wir sie los geworden, dank dem Einsatz einer Teilnehmerin mit Hirterinnflair… und dann ging es Talabwärts, zurück nach Brione.Zum Abendessen bekamen wir eine frische Forelle, sehr fein zugerichtet, und zum Dessert ein warmer mini Schoggi Kuchen: einfach zauberhaft. Wir waren aber nicht auf eine reine Gourmet-Reise, denn wir sind auch gelaufen… und wie!

 

Die Wetterprognosen waren für das Wochenende nicht brillant, für Samstag war schon über Mittag Gewitter angesagt, schade gerade heute dachte ich mir, an jenem Tag der langen und schönen Tour. So habe ich mich für das Programm von Sonntag entschieden, der uns von Brione, durch Wälder und Wasserfälle bis auf Almen oberhalb Lavertezzo brachte. Und da waren die Badenixen wieder im Einsatz im einem natürlichem Pool mit klarem aber kalten Wasser, trotz Morgenstunde. Danch haben wir eine richtige Lüèra (Wolfsfalle) besichtigen können. Und hoch oberhalb Lavertezzo auf Wege die durch zerfallene Steinhäsuer gehen, konnten wir einiges über das Leben der Leute, das sich hier vor hundert Jahren abgespielt hat, erfahren können. Und auch über die kleinen spazzacamini die aus dem Tal auswandern mussten, weil ihre Eltern sie nicht unterhalten konnten. Oder die unglaublichen Wasserbehälter aus Stein, die nötig waren in einer Gegend in der kein oberflächliches Wasser vorhanden war…

 

Ja, ja, und da kam auch das Gewitter und der Regen… Aber als es dann richtig schön regnete, so wie es im Tessin üblich ist, waren wir schon im Trockenen im Bus. Am späten Nachmitttag dann, sind wir ins Museum in Sonogno gegangen, eine gute Alternative beim schlechtem Wetter. Ein Apéro haben wir uns gegönnt, und dann das reichliche Abendmal von Marilena im Alpino.  

An unserem letzten Tag, Sonntag, hingen düstere Wolken bis ans Talboden und…

es war der Geburtstag eine Teilnehmerin. Mit der Entschuldigung des schlechtem, Wetter haben wir sie mit einem Frühstücksbrunch gefeiert. Danach ging es durch das Dorf bis zum ersten Wasserfall des Val Redorta und zurück durch einem wunderschönen Pfad.

Wir haben dann den Mittags-Postauto genommen um nach Tenero zu fahren, wo jede wieder seine eigene Wege gegangen ist…

Schön war diese Wanderwoche, und wieder einmal eine tolle Gruppe!

Herzlichen Dank an alle meine Frauen für das schöne Mitmachen…

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