08-15.05.2010
Marettimo, Isole Egadi - Wandern zwischen Afrika und Italien
Wir haben uns am Bahnhof von Lugano getroffen, und schon Dort, im Süden der Alpen, nach zwei Wochen Regen, konnte man endlich eine "blaue Störung" am Himmel sehen. In Sizilien hätte uns nur stahlender blauer Himmel erwartet… ein bisschen windig, aber so war es…  

Kurze Besichtigung von Palermo: wir konnten sehen wie zahlreiche Völker hier nacheinander und miteinender gelebt haben, sie haben sich Palermo streitig gemacht und haben in den volkstümlichen Traditionen und im Stadtbild ihre Einflüsse hinterlassen. Karthager, Römer, Normannen, Byzantiner, Araber, Spanier, Österreicher, Franzosen und Italiener haben die Stadt nach und nach geformt. Somit haben wir selber spüren können dass, Palermo eine faszinierende Mischung von Kulturen ist. Erster Aperitiv, da konnte mann schon sehen, was für eine lustige Gruppe wir waren…  

Übernachtung in Trapani, davor, zum Nachtessen: hervorragender cous cous di pesce in der Cantina Siciliana. Ein Tipp von Peppe. Am nächsten Tag, zusammen mit unserem lokalen Guide Peppe haben wir den Tragflügelboot nach Marettimo genommen, wo uns Pietro aufgenommen hat, und uns die Zimmer überwiesen hat in den Fischerfamilien, und dort hat unsere Wanderwoche richtig gestartet… 

Wir sind gelaufen zwischen "macchia mediterranea", Felsen und Meer, dieses unglaubliche Meer… Haben gebadet, obwohl es ein wenig frisch war, haben uns Zeit genommen, wunderbahre Pasta von Pietro gegessen und da gab es auch wer kein Fisch magte und die ganze Woche frischen Fisch gegessen hat… Tja, bei so frisch gefischtem Fisch, und bei der guten Küche von Pietro, konnte mann nicht nein sagen…  

Wir waren auch mit dem Rad auf Favignana zwischen Tuffsteinhöhlen und türkis farbige Buchten, dort hat uns Peppe die "mattanza" erklärt, wie mann bis vor zwei Jahre den Thunfisch auf den Egadischen Inseln fischte… Am Schluss der Radtour haben wir uns alle ein Gelato oder eine Granita gegönnt…  

Windig war es, aber da gab es endlich ein ruhiger Tag, wir sind bis zum Semaforo gelaufen, und dann ab, durch den Pinienwald bis nach Cala Nera, wo uns Pietro mit eine fantastische Sangria auf dem Boot erwartete. Und nach dem Essen konnten wir mit dem Schiff die felsigen Klippen und die wunderschönen Höhlen beobachen. Und wie es so üblich geworden war trafen wir uns immer in der Piazzetta zum Aperitiv…  

Am vorletzten Tag sind wir durch Levanzo gestreift, die kleinste der Egadischen Inseln, aber auch sehr reizend, Blumen, alte Zisternen und "La grotta del Genovese", die kleine Höhle mit Malereien und Einritzungen des Neolithikums. Zum Schluss noch Trapani: der Fischermarkt, die barocken Paläste und die Salzverarbeitung. 

 Toll haben wir es diese Woche gehabt, und vielen Dank an alle, wir waren wirklich eine gute Gruppe!
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